Stellungnahme von Dieter Kömpf, Fraktionsvorsitzender Freie Wähler und stellvertretender OB:

Auch wir die Freien Wähler bedauern außerordentlich den Entschluss von Herrn Eggert.

Wir haben in Calw in den letzten Jahren viele bedeutende Entscheidungen, auch gegen den Widerstand einzelner Gemeinderäte, auf den Weg gebracht, so zum Beispiel die Hermann-Hesse-Bahn, den Gesundheitscampus und den Gewerbepark Lindenrain.

Auch bei der Entwicklung neuer Baugebiete mit Ansiedlung von bezahlbarem Wohnraum sind wir weitergekommen und das alles bei gleichzeitiger Reduzierung der enormen Schuldenlast.

Wir hätten uns Kontinuität an der Verwaltungsspitze gewünscht, um diesen erfolgreichen Weg gemeinsam weiter zu gehen. Jeder neue OB braucht Zeit, um Calw erst kennenzulernen.

Die Beweggründe von Herrn Eggert kann ich sehr wohl nachvollziehen.
Leider waren die Diskussionen nicht immer sachlich, darüber hinaus ist es auch zu persönlichen Attacken gegen den OB beziehungsweise gegen seine Mitarbeiter gekommen.
Es herrscht bei einigen ein tiefes Misstrauen gegen die Verwaltung.
So wurden Aussagen in Vorlagen immer wieder in Zweifel gezogen, was sich auch durch viele Anfragen beim Regierungspräsidium Karlsruhe gezeigt hat.

Das zehrt schon an den Nerven! Auch meine eigene Freude an der Gemeinderatsarbeit war schon größer.

Jeder einzelne muss sich fragen, was er zur Situation beigetragen hat, oder wie es so weit kommen konnte.

Viele Auseinandersetzungen sind ohne erkennbares Ziel geführt worden. Das wirkt atmosphärisch nach, auch wenn viel Entscheidungen dann gemeinsam getroffen wurden.

Der Verzicht von OB Eggert auf eine erneute Kandidatur sollte ein Weckruf für den gesamten Gemeinderat sein, um zu mehr Sachlichkeit zurückzukehren.
Unserer Stadt Calw wäre es zu wünschen.

 

Hier finden Sie dazu den Artikel im Schwarzwälder Boten vom 01.03.2019

 



 


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